„Unglaublich, unfassbar, Wahnsinn was Ihr auf die Beine
gestellt habt “, das waren die Worte des Zentralmanager Hans-Jörg Groschupp der
Haema Blutspende Zentrale aus Leipzig Markt Gollis an die Veranstalter des
Tages.
Eigentlich ist bei Ihm alles Routine und die
Blutspendentruppe mit Ihren 15 Leuten ist immer irgendwie irgendwo unterwegs,
doch hier in Hecklingen, dass hat selbst ihn sehr überrascht.
Gegen acht Uhr morgens wuselte es im und um den Stadtsaal
Stern in Hecklingen, die ersten Vorbereitungen liefen an. Helfer und weitere
Helfer, wie der Hecklinger Frauenchor, die Frauensportgruppe 1 des Sankt Georg
Sportvereins sowie die Motorradfreunde der Stadt trafen ein. Auch einige
Privatpersonen kamen, meldeten sich bei den Organisatoren und boten sich für
den ganzen Tag als Hilfe an. Viele kennen nun das Schicksal, des kleine Noel
aus Hecklingen und brachten sich ein.(Volksstimme berichtete)Viel Zeit zum Umschauen blieben dem Blutentnahme-Team nicht,
um sich einen Kaffee zu gönnen oder im Saal noch einmal um zuschauen.
Anmelde-Tische, Vorbereitungsgesprächsplätze, Instrumente, alles wurde noch
einmal gecheckt.
Dann ging es auch schon eine halbe Stunde eher los, einige
Helfer begannen mit der Spende, und nach und nach war der Saal gefüllt. Die
beorderten Bands die hier kostenlos etwas unpluged unterhalten wollten, mussten
sich auf Stuhlreihen zwischen den Wartenden zurück ziehen.
Manager Groschupp entschied aus dem jetzt entstandenen
Platzmangel die Bühne im Saal auch noch zur Typisierung zu benutzen. Mit diesem
großen Andrang rechneten Sie nicht. Der bürokratische Anmelde Prozess
beanspruchte schon etwas Zeit, mit Gespräch führen, Arzt Vorstellung musste der
der eine oder andere Spender schon 2,5
Stunden Geduld aufbringen. Aber man tat es gern, sah man doch die leuchtenden
Kinderaugen von Noel, der auf Postern im Saal überall zusehen war. Und für
Abwechslung und Entspannung beim Warten, sorgten die Veranstalter
vorausschauend mit einem Team einer Motorradstuntshow die draußen vor der Tür
die Wartezeit verkürzten und atemberaubende Einlagen bei Glätte und Frost
zeigten.
Aus einem Einzugskreis von rund 50 Km um Hecklingen kamen
die Spender, und auffallend viele Jugendliche. Ein gesamtes Gaststättenteam aus
Strenzfeld bei Bernburg kam geschlossen und überbrachte leckeren Kuchen, an die
Veranstalter. Eine Bikertruppe aus Nienburg/Saale kam bei 15Grad Minus mit
Ihren Oldtimer-Gespanne zum spenden. Magdeburger, Barbyer selbst aus
Nachterstedt kamen Spender, auch einige Sportvereine wie der Handballclub
Rot-Weiss e.V aus Staßfurt kam geschlossen mit Spende und Geschenk
Viele der Spender bekamen eine Aufwandsentschädigung von
20,- € nach dem Spenden von der Haema, die viele selbst auch noch in die
Spendenbox steckten.
Ein türkischer Grillinhaber aus Hecklingen kam um zu helfen,
konnte seinen Laden aber nicht schließen und steckte kurz um 100,- € in die
Spendenbox. „Er wolle nicht namentlich genannt werden, er hat auch drei Kinder
die in Hecklingen im Kindergarten sind. Es sind Kinder, und da ist es egal wo
sie herkommen.“ sagte er und verschwand genau so schnell wie er gekommen war.
Selbst Bürgermeister Rüdiger Kosche und sein Stadtwehrleiter Heinz Broda
stellten sich am Ende der langen Schlange an und nahmen die Wartezeit in Kauf
um Blut zu spenden. Bürgermeister Kosche “Ich bin erstaunt was die Leute hier
in Hecklingen in knapp vier Wochen auf die Beine gestellt haben, das alles ohne
Eigennutz nur aus Nächstenliebe.“ und macht es sich bequem auf der Liege im
Abnahmeraum.
Die gefüllten Typisierungsröhrchen gehen nun auf den
schnellsten Weg zum Verein für Knochenmarkspende Sachsen e.V. nach Dresden,
dort werden Sie überprüft und ausgewertet, eventuelle Spender würden dann
Bescheid bekommen, verriet der Manager Hans-Jörg Groschupp. Er zeigte sich dem
Veranstalter Jens Weber gegenüber sehr erfreut über diesen Andrang, „Normal
seien um die 50-80 Spender pro Einsatz,
das was Ihr gezeigt habt bricht unsere eigenen Erwartungen,
wir konnten rund 500 willige Spender an der Anmeldung annehmen, einige mussten
wir aus gesundheitlich gesetzlichen Bestimmungen ablehnen. Trotzdem sind wir
stolz auf 216 Blutspenden mit Typisierung und noch dazu 180 Typisierungen für
uns ein einmaliger Rekord. Unsere Respekt!“ Mit einem freundschaftlichen
Handschlag verabschiedeten Sie sich von einander. „Schön wäre, wenn hier noch
der passende Spender für den kleine Noel dabei wäre, das sollte für uns dann
der größte Lohn unserer Arbeit sein.“setzte Veranstalter Jens Weber hinzu.
Gegen Abend konnte dann die Spendenbox im Kreise aller Helfer gelehrt werden,
mit Versteigerung eines Fahrrades und die Boxhandschuhe des Staßfurter
Profiboxers Toni Thes kamen noch einmal 2469,-€ Spendengelder zusammen, die dem
kleine Noel bei der suche nach einem passenden Knochenmarkspender helfen soll.
Auch dafür bedankten sich die Organisatoren bei allen Spendern.
www.hilfe-fuer-noel-hauke.de
http://foto-vomue.magix.net/album/meine-alben/!/oa/6479886/
Grüße Vomue